UNSERE BIENEN

27.02.2019

Was machen die Bienen im Winter, während der düsteren Jahreszeit? Schlafen? Skat spielen? In den Süden fliegen?

Bienen mögen es warm und sonnig! Wenn es also dunkel oder unter 10°C kalt ist, bleiben Sie lieber zu Hause. Und regnen darf es übrigens auch nicht. . Um Massen-Arbeitslosigkeit zu verhindern tritt die Königin auf die Bremse und legt weniger Eier.

So schrumpft das Volk von 50.000 Bienen zum Winter hin auf 15.000 Exemplare. Das gibt den Ammen-Bienen die Möglichkeit sich gut um den Nachwuchs zu kümmern. Durch die besondere Fürsorge und die wenige Arbeit in den Wintermonaten, steigt die Lebenserwartung der sogenannten „Winterbienen“ von 4-6 Wochen einer normalen Sommerbiene auf 5-6 Monate.
Und das ist auch nötig! Denn nach dem ersten Frost beginnt für die Königin die Urlaubszeit und sie hört ganz auf mit der Eiablage.

Doch für die Biene gibt es nur eins: Teamwork!

Der im Sommer angelegte Vorrat kommt nun ins Spiel. Denn um sich warm zu halten müssen die Bienen auf Kuschelkurs gehen. Sie bilden eine große Traube und jeder darf mal in die Mitte und sich aufwärmen. Außen wird mit den Muskeln gespielt, um Wärme zu erzeugen. Angetrieben wird diese Bienen-Heizung mit einem Treibstoff, den wir Menschen uns lieber auf das Frühstücksbrot schmieren. Mit Honig! Ein Volk verbraucht über die Winterzeit 15-20kg Honigtreibstoff. Deshalb ist es sehr wichtig, dass der Imker nach dem Ernten des Honigs, den Bienen wieder ordentlich Futter zukommen lässt.

Erst wenn der Frühling naht und die Temperaturen stabil über dem Gefrierpunkt sind, kann mit den Vorbereitungen für die nächste Blumen-Saison begonnen werden. Bedeutet, der Frühjahrsputz steht an. Das sogenannte „Gemüll“ (eine Mischung aus abgeknabberten Wachsdeckeln und Artgenossen, die den Winter nicht überstanden haben) wird zur Tür hinausgeworfen. So kann zum Frühjahr schnell ein kleiner Berg zustande kommen. Man muss sich also keine Sorgen machen, wenn man tote Bienen vor seinem Kasten erblickt.

Die Biene wird dem Klischee der fleißigen Arbeiterin also auch im Winter gerecht. Da kann man sich getrost eine Scheibe von abschneiden!


Tipps, wie Sie ohne viel Aufwand Ihren Garten bienenfreundlich gestalten können:
  • Nicht zu früh durchstarten! - naturnahe Gartenpflege
  • Nützlingen ein zu Hause geben! - Bau eines Insektenhotels - Verzicht auf Pestizide und Pflanzenschutzmittel
  • Bunte Pracht für Ihren Garten!
  • geschmackvolle Hingucker auf Balkon oder Fensterbrett!

So kann jeder seinen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten, egal wie viel Platz er zur Verfügung hat!

Quelle: Bee-Rent GmbH, Ganderkesee